Während die Marktanteile von Solarthermie in Haushalten und im
Dienstleistungssektor in Europa steigen, steckt die Solare
Prozesswärme noch in den Kinderschuhen. Das Potenzial ist riesig:
etwa 30 % des gesamten industriellen Wärmebedarfs liegt bei
Temperaturen von unter 100 ºC, welche mit handelsüblichen
Kollektoren bereitgestellt werden können. Bisher existieren jedoch
lediglich 70 Anlagen in Europa.
Aus diesem Grund unterstützt die Europäische Union über das
Programm „Intelligente Energie -Europa” das Projekt
„SO-PRO - Solare Prozesswärme”. In sechs europäischen
Regionen, darunter auch das Bundesland Nordrhein-Westfalen, sollen
mit Hilfe dieses Programms Aktivitäten auf dem Zukunftsmarkt
–Solare Prozesswärme– ausgelöst werden. Eingeschlossen
sind dabei die Weiterbildung von Fachpersonal, Informationen für
Wirtschafts-Entscheidungsträger, Realisierung von Pilotprojekten
und die Entwicklung von neuen Serviceangeboten im Bereich
Solar-Contracting auf dem Zielmarkt. Das SO-PRO-Projekt verfolgt
einen sektorenübergreifenden Ansatz, denn viele der
Anwendungsmöglichkeiten für Solare Prozesswärme, wie z.B. Reinigen,
Beschichten oder Pasteurisieren, treten bei einer großen Zahl von
Firmen in verschiedenen Branchen des industriellen Sektors auf.
Ziel von SO-PRO ist es, mit seinem regionalen Ansatz möglichst eine
kritische Masse von Interessenten auf beiden Seiten zu finden, in
der Industrie und der Solarbranche. Mit der Zusammenführen von
Fachwissen aus industriellen Prozessen und thermischen Solaranlagen
soll die Entwicklung regionaler Märkte unter Einbindung der
Hauptzielgruppen – Industriebetriebe und Firmen aus dem
Solarbereich (die dann Partnerschaften in den regionalen Netzwerken
bilden) vorangetrieben werden.
Bestandteil des SO-PRO-Projektes in NRW ist u. a. die
Durchführung von Runden Tischen mit Handwerksbetrieben,
Herstellern, potentiellen Solarthermienutzern aus der Industrie und
Vertretern der Energieagentur NRW, um gemeinsam über Probleme und
Vorbehalte gegenüber solarthermischer Prozesswärme zu sprechen.
Außerdem erhalten ca. 15 an solarer Prozesswärme interessierte
Unternehmen in NRW ein kostenloses Energie-Screening zur Ermittlung
des individuellen solaren Prozesswärmepotentials. Interessierte
Industriebetriebe bzw. Handwerksbetriebe, die solche
Industriebetriebe kennen, sind hiermit herzlich aufgerufen sich an
unten genannte Adresse zu wenden. Dem Energie-Screening soll bei
festgestellter Eignung möglichst die Planung, Installation und
Inbetriebnahme einer solarthermischen Anlage folgen. Verantwortlich
für die Projektdurchführung in Nordrhein-Westfalen ist die GERTEC
Ingenieurgesellschaft mit Hauptsitz in Essen. Das Unternehmen berät
bereits seit über 25 Jahren Gewerbe und Industriebetriebe rund um
das Thema effiziente Energieanwendung.
Ein neues Ergebnis des Projekts ist die "Checkliste für
Entscheidungsträger". Sie wurde für eine Nutzung durch
Entscheidungsträger aus Industrie und Gewerbe entworfen. Sie
versetzen die technische Betriebsführung oder die Geschäftsleitung
eines Unternehmens in die Lage, ohne Fachplaner oder Installateure,
selbst eine erste Einschätzung vorzunehmen und zu prüfen, ob der
Produktionsprozess ihres Unternehmens für die Einbindung von
Solarthermie geeignet ist oder nicht. Einen Erläuterungstext sowie
die Checkliste finden Sie in der linken Spalte zum Download
bereit.
Ansprechpartner:
Herr Klaus-M. Kottsieper
0201-245 64 –53
klaus.kottsieper@gertec.de
Frau Heli Kasa
0201-245 64 –54
heli.kasa@gertec.de