Designerware am Büdchen. 30 Kioske der Region bieten 2010 jedem die Gelegenheit, handgemachte Gebrauchsgegenstände von europäischen Designern "an der Bude" zu kaufen. Durch einen Wettbewerb sind 30 Designer ausgewählt worden, die mit ihrem Produkt überzeugen konnten. Bedingung war, dass das Produkt ein Gebrauchsgegenstand ist, in eine 11x11x11 Zentimeter große Schachtel passt und nicht mehr als 20 Euro kostet.
In den drei MEO-Städten des IHK Bezirks Essen gibt gleich mehrere Design-Kioske: z. B. der Kiosk im Löwental am Werdener S-Bahnhof, Essen, Moe's Lädchen, Duisburger Str. 171, Mülheim an der Ruhr, und der Kiosk von Almuth Boyen, Ebertstr. 71, Oberhausen.
An der mitunter lebensrettenden Institution "Kiosk" bündeln sich bei diesem Projekt des BochumDesign e. V. gleich mehrere traditionelle Tugenden der Region: Findigkeit, problem- und praxisorientiertes Denken, Qualitäts- und Handarbeit. Erlebnis-Routen führen von Bochum quer durch die Metropole Ruhr zu den 30 Kiosken. Die Designbuden verweisen über die Ladentheke hinaus auf ihr industriekulturelles Umfeld, in dem sich oft noch zu entdeckende Unternehmen der Kreativwirtschaft angesiedelt haben. Denn der Wunsch von Konsumenten nach mehr Qualität und Individualität bei Objekten des täglichen Bedarfs verschafft der Kreativbranche auch in der Region eine zunehmende Bedeutung.
Im März 2010 wird während der "Local Heroes"-Woche in Recklinghausen ein von Studierenden der TU Dortmund entworfener mobiler Designkiosk vorgestellt. Entlang der Designkiosk-Route geht der Bus auf Tour und bietet alle Produkte aus den 30 Kiosken gebündelt an. Begleitend dazu stellt eine Retrospektiv-Ausstellung alle Preisträger und Teilnehmer des Bochumer Designpreises seit 1997 vor. Durch DESIGNKIOSK RUHR.2010 hat sich bereits ein Netzwerk zwischen zahlreichen Hochschulen, Unternehmen, Fachverbänden und Institutionen entwickelt.