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PRESSE/PUBLIKATION

IHK: Zeitweise Sperrung der A 40 für LKW ist für die Unternehmen in den Gewerbegebieten längs der Autobahn nicht tolerabel

Die Industrie- und Handelskammer für Essen, Mülheim an der Ruhr, Oberhausen (IHK) weist in einer ersten Reaktion auf den Vorschlag des Stauforschers Prof. Schreckenberg, die Ost-West-Autobahnen im Ruhrgebiet A2, A42 und A40 zur Vermeidung bzw. Reduzierung von Staus zweitweise für LKW zu sperren, darauf hin, dass die Unternehmen in den Gewerbegebieten längs der Autobahnen im Ruhrgebiet auf die permanente Erreichbarkeit ihrer Betriebe auch mit dem LKW angewiesen sind.

Allein am A 40-Abschnitt zwischen Essen-Kray und Essen-Frillendorf haben mehr als 400 Unternehmen ihren Betriebssitz in den angrenzenden Essener Gewerbegebieten. Diese Unternehmen haben sich oft gerade wegen der günstigen Lage eines Gewerbegebietes in der Nähe einer Autobahn dort angesiedelt, wie z.B. im Gewerbegebiet Ernestine in Essen-Frillendorf, weiß die IHK aus Gesprächen mit ihren Mitgliedsunternehmen.

„Wo sollte der 40-Tonnen-Lastzug, beladen mit großvolumigen Stahl- und Aluminiumteilen, auf seiner Fahrt aus Osteuropa in Essen herfahren, wenn die A 40 zeitweise für LKW gesperrt wäre, etwa von der A 2 oder A 42 über innerstädtische Straßen, z. B. die schon heute überlastete Gladbecker Straße (B 224)?", fragt Dr. Gerald Püchel, Hauptgeschäftsführer der IHK. Der Vorschlag aus der Wissenschaft wäre anders zu bewerten, so Dr. Püchel weiter, „wenn das in Essen noch fehlende Nord-Süd-Autobahnteilstück der A 52 als Scharnier zwischen A 2, A 42 und A 40 Anfang des nächsten Jahrzehnts fertig gestellt ist."

Die IHK begrüßt deshalb die Absicht des Landesverkehrsministers, neben den verkehrslenkenden und verkehrsoptimierenden Maßnahmen auch weiterhin den sechsstreifigen Ausbau von Autobahnen und Lückenschlüsse im Autobahnnetz des Landes anzustreben.

DOKUMENT-NR. 80373

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