IHK24
Die MEO-Region
In den drei Städten des IHK-Bezirks - Essen, Mülheim an der Ruhr und Oberhausen - leben heute 955 TSD Einwohner auf einer Fläche von 379 qkm. Mit fast 2.521 Einwohnern je qkm ist die Einwohnerdichte mehr als doppelt so groß wie im Ruhrgebietsdurchschnitt. Damit entfallen auf das Zentrum des Ruhrgebietes 21 % der Gesamtbevölkerung dieses Raumes (4,6 Mio.) aber nur knapp 10 % der Fläche. Erhebliche Wanderungsverluste und ein hoher Sterbeüberschuß hatten in den zurückliegenden Jahrzehnten einen starken Bevölkerungsrückgang zur Folge.
Die Industrie- und Handelskammer zu Essen ist der regionale Zusammenschluß von rd. 50.000 Unternehmen im Industrie-, Handels- und Dienstleistungssektor. Damit gehören ihr 5,0 % aller kammerzugehörigen Gewerbetreibenden im Land Nordrhein-Westfalen an. Von den 500 umsatzgrößten deutschen Unternehmen haben 18 ihren Sitz im IHK-Bezirk.
Die Bruttowertschöpfung - der Wert, der in einem Jahr in einer Region erzeugten Waren und Dienstleistungen - betrug 2009 im Kammerbezirk 31,1 Mrd. EUR (neuere Zahlen liegen noch nicht vor); sie lag damit je Erwerbstätigen um 19,6 % über dem Landesdurchschnitt.
Die 1840 gegründete Industrie- und Handelskammer Essen zählt zu den ältesten IHKs in Deutschland. Kohle und Stahl - einst die beiden tragenden "Säulen" dieses Bezirkes - haben bereits seit langem ihre entscheidende Bedeutung als Wirtschaftsschwerpunkte verloren. Die ehemals einseitige Konzentration auf den Montanbereich reichte bis in die siebziger Jahre des 20. Jahrhunderts. In den achtziger Jahren setzte im IHK-Bezirk die sogenannte "Entindustrialisierung" und die damit verbundene Entwicklung hin zu einer Dienstleistungsgesellschaft ein. Die zunehmende Verlagerung der Gewichte vom Industrie- zum Dienstleistungsbereich ist inzwischen deutlich zu erkennen - ein Transformationsprozeß, der eine neue Phase der wirtschaftlichen Entwicklung eingeleitet hat.
"Die Industrie geht, die Dienstleistungen kommen" - Als Folge des strukturellen Wandels hat sich das Erscheinungsbild des IHK-Bezirks inzwischen grundlegend verändert: Zechengelände und Fabrikhallen sind beispielsweise in Essen einem Technologiezentrum bzw. dem CinemaXX als größtem Kinozentrum Deutschlands oder einem international tätigen Möbelhaus gewichen. Das Dienstleistungszentrum Stern, neuer Sitz der Konzernverwaltung der RWE AG, sowie der neu entstehende Businesspark RellingHaus sind weitere Zeichen einer dynamischen, strukturellen Entwicklung. Und was für Essen gilt, wird auch in Oberhausen mit dem CentrO, einem Einkaufs- und Freizeitpark, und in Mülheim an der Ruhr mit dem Rhein-Ruhr-Einkaufszentrum sichtbar.
Das heutige Strukturbild des IHK-Bezirkes spiegelt einen facettenreichen Branchen-Mix mit breit gestreuten Produktionsprogrammen wider. Der Wandel vom sekundären zum tertiären Bereich zeigt sich in der Bruttowertschöpfung der einzelnen Sektoren, die in der Summe die Struktur dieser Region abbilden: 32,5 % werden durch Industrie und Handwerk, 17,8 % durch Handel, Verkehr und Gastgewerbe und 49,7 % durch den Dienstleistungssektor erwirtschaftet.
Der tertiäre Sektor ist bereits seit längerem der größte Arbeitgeber im IHK-Bezirk: Von den etwa 336.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in allen Wirtschaftsbereichen sind nur noch 78.000 im Produktionsbereich tätig.

