Flüchtlinge in Ausbildung und Arbeitsmarkt

Integration von Flüchtlingen in Ausbildung und Arbeitsmarkt

Informationen für Unternehmer

Seit einigen Jahren erleben wir einen steten Zulauf von Flüchtlingen aus Krisenregionen nach Europa, insbesondere in die Bundesrepublik Deutschland. Ohnehin nimmt Deutschland gemäß dem „Internationalen Migrationsausblick” der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) innerhalb der OECD-Mitgliedstaaten gleich hinter den USA als beliebtestes Zielland Platz zwei ein. Als Folge der Eskalation von Glaubenskonflikten in Syrien suchen jetzt auch immer mehr Menschen aus Krisenregionen Schutz vor Mord, Terror, Misshandlung und sonstiger Gewalt. Sie brauchen unsere Hilfe und Unterstützung – und unsere Gesellschaft braucht diese Menschen.
Weil grundsätzlich niemand dauerhaft von Transferleistungen leben möchte, suchen viele auch eine berufliche Perspektive in Europa. Nicht wenige haben dabei gute berufliche Qualifikationen oder zumindest das Potenzial dafür. Vor dem Hintergrund des demografiebedingten Mangels an Fachkräften kann sich eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten ergeben, denn:
• Unternehmen könnten Personallücken schließen und dadurch ihre Produktivität steigern, 
• Flüchtlinge bekämen eine sichere Bleibe und könnten sich durch ihre Arbeit selbst versorgen
• und der deutsche Staat wäre finanziell und organisatorisch entlastet.
Welche Zugangsmöglichkeiten und -bedingungen zum Arbeitsmarkt für Flüchtlinge bestehen, hängt maßgeblich von ihrem aktuellen Aufenthaltsstatus ab.
Der aktualisierte Leitfaden des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) gibt Informationen zu Aufenthaltsstatus und -dauer, Beschäftigungs- und Ausbildungsmöglichkeiten, Praktika, der Anerkennung ausländischer Abschlüsse, Sprachförderung und Fragen der Integration vor Ort. Er bahnt einen Weg durch die vielen gesetzlichen Bestimmungen und zeigt, wo passende Unterstützung und die richtigen Ansprechpartner zu finden sind.