Recht und Steuern

Kerzen am Arbeitsplatz

In der Adventszeit schmücken Arbeitnehmer gerne ihren Arbeitsplatz mit Adventskränzen und Kerzen, um so eine festlichere Stimmung zu erzeugen.
Der Arbeitnehmer hat dabei die allgemeinen Regeln im Umgang mit Kerzen zu beachten, die er auch zu Hause pflegen sollte, um der Gefahr eines Brandes durch unsachgemäßen Gebrauch entgegenzutreten. Darüber hinaus muss der Arbeitnehmer etwaige betriebsinterne Regelungen beachten, die der Arbeitgeber aus Gründen des Brandschutzes und der Arbeitsplatzsicherheit aufgestellt hat. Diese können den Umgang mit offenen Feuerquellen, wie Kerzen, einschränken oder auch ganz untersagen.
 Wie sollten sich Arbeitgeber verhalten?
Es obliegt dem Arbeitgeber organisatorisch zu gewährleisten, dass die Arbeitnehmer an einem sicheren Arbeitsplatz ihrer Arbeit nachgehen können. Deshalb ist der Umgang mit Kerzen an den Arbeitsplätzen zu verbieten, an denen durch Kerzen eine konkrete Gefahr besteht.
Da offene Feuer jedoch immer mit der Gefahr eines Brandes einhergehen, kann Arbeitgebern aus straf-, versicherungs- und haftungsrechtlichen Gründen nur angeraten werden, den Umgang mit offenen Feuerquellen generell zu verbieten bzw. auf die notwendigen arbeitsplatzbedingten Tätigkeiten zu beschränken.
Der Arbeitgeber hat dieses Verbot den Arbeitnehmern in geeigneter Weise, z.B. am Schwarzen Brett, mitzuteilen und dessen Einhaltung zu kontrollieren.
Wie sollten sich Arbeitnehmer verhalten?
Arbeitnehmer sollten grundsätzlich auf das Abbrennen von Kerzen am Arbeitsplatz verzichten und auf elektrische Kerzen zurückgreifen. Der Grund liegt in der möglichen Haftung im Brandfalle. Zwar haftet der Arbeitnehmer aufgrund des Grundsatzes des innerbetrieblichen Schadensausgleichs gegenüber dem Arbeitgeber nicht für Schäden, die er leicht fahrlässig verursacht hat. Auch bei normaler Fahrlässigkeit haftet der Arbeitnehmer nicht im vollen Ausmaß. Regelmäßig wird jedoch bei Bränden, die durch eine unbeaufsichtigte Kerze ausgelöst wurden, grobe Fahrlässigkeit angenommen, bei der keine Haftungserleichterung des Arbeitnehmers vorgenommen wird.