08.09.2017

IHK-Aktionsplan Ausbildung 2017 erfolgreich abgeschlossen

Der von der Vollversammlung der Industrie- und Handelskammer zu Essen (IHK) im Frühjahr beschlossene „Aktionsplan Ausbildung 2017“ ist erfolgreich beendet worden. So konnten in Ergänzung zu den ohnehin stattfindenden IHK-Aktivitäten fünf zusätzliche Maßnahmen erfolgreich umgesetzt werden. Hintergrund des IHK-Aktionsplans war, dass bereits zum dritten Mal in Folge ein Rückgang an eingetragenen Ausbildungsverträgen zu verzeichnen war. Im Vergleich zum Jahr 2013 beträgt dieser über 10 Prozent beim Abschluss des Ausbildungsjahres 2016.
„Mit dem Aktionsplan Ausbildung 2017 konnten wir ein deutliches Zeichen für die betriebliche Ausbildung in Mülheim an der Ruhr, Essen und Oberhausen setzen“, zieht IHK-Präsidentin Jutta Kruft-Lohrengel Bilanz. Fast 1.500 Unternehmen wurden direkt angesprochen, ca. 320 Ausbildungsplätze konnten für 2017 eingeworben werden, 19 Unternehmen und 120 Jugendliche kamen beim 2. Speed-Dating zusammen und sieben vorbildliche Ausbildungsunternehmen wurden im IHK-Magazin „meo“ vorgestellt.
Der Einsatz der drei Ausbildungsakquisiteure mit dem Ziel, Unternehmen zu motivieren, auszubilden bzw. mehr auszubilden, hat sich gelohnt: Ein gutes Viertel der 600 besuchten Betriebe (154) gaben an, noch für 2017 Azubis einstellen zu wollen. Zum Zeitpunkt des Besuchs waren noch über 60 Plätze unbesetzt.
Ergänzend wurden mehr als 850 potenzielle Ausbildungsbetriebe über ein Callcenter telefonisch kontaktiert, um für Ausbildung zu werben. So planten 170 der Unternehmen die Einstellung von Azubis in 2017, 40 Plätze waren zum Zeitpunkt der Befragung noch unbesetzt. In 50 Fällen waren Beratung und Service der IHK-Ausbildungsberater und AzubiMacher gefragt.
Mit Mai veranstaltete die IHK zudem ein zusätzliches Azubi-Speed-Dating mit 19 Unternehmen aus den Bereichen Elektro, IT und aus dem Hotel- und Gaststättengewerbe – mit dem positiven Ergebnis, dass bislang neun Ausbildungsverträge abgeschlossen werden konnten. Jeder zweite Betrieb fand über das Speed-Dating einen potenziellen Azubi.
Flankiert wurden diese Aktivitäten von einer großflächigen Plakatierung am IHK-Gebäude, mit der ein weit sichtbares Signal für die Ausbildung gesetzt wurde. Im IHK-Magazin „meo“ stellten sieben Ausbildungsbetriebe ihre Aktivitäten vor – eine Aktion, die Nachahmer auf den Plan brachte. Denn es gibt bereits Anfragen weiterer Unternehmen, die ebenfalls ihr Ausbildungskonzept vorstellen wollen. Darüber hinaus konnten sich die vorgestellten Unternehmen nach der Berichterstattung über weitere Bewerbungen freuen.
„Wir hoffen, dass all diese Aktivitäten dazu beitragen, die Lage auf dem Ausbildungsmarkt zu verbessern“, zeigt sich die Präsidentin optimistisch und spornt die Unternehmen an, in ihren Ausbildungsbemühungen nicht nachzulassen. „Betriebliche Ausbildung bleibt die beste Fachkräftesicherung. Und: Sollte ein Azubi die Lehrstelle nicht angetreten haben, sollten sich die Betriebe an unsere AzubiMacher wenden, die gerne bei einer Nachbesetzung helfen.“