Ergebnisse zur Befragung „Zukunft von Frintrop und Bedingrade“

IHK und Akteure im Dialog mit Bürgern

Die „Zukunft von Frintrop und Bedingrade“ stand im Mittelpunkt eines Dialogabends am 4. April im Pfarrsaal der St. Josef-Gemeinde. Hier stellte die Industrie- und Handelskammer zu Essen (IHK) die Ergebnisse der Bürger- und Geschäftsbefragung zu den Ortsteilen Frintrop und Bedingrade vor, die sie in Zusammenarbeit und mit Unterstützung des Zusammenschlusses Bedingrader und Frintroper Unternehmer „Wir für Frintrop“ und des Bürger- und Verkehrsvereins Essen-Frintrop e. V. im Spätsommer 2016 durchgeführt hat. Insgesamt nahmen mehr als 160 interessierte Bürger an dem Dialogabend teil.

Bürgervorschläge aus der Befragung - wie z. B. der Wochenmarkt rund um die Pfarrkirche - konnten bereits realisiert werden; darüber hinaus wurden weitere Ergebnisse und Projekte erörtert. Dazu gehören u. a. die Errichtung von Ortseingangsschildern und Gestaltung von Häuserwänden, um eine Sichtbarkeit der Stadtteile zu erreichen und eine Willkommenskultur zu etablieren. Gemeinsam mit Kindergärten und Grundschule ist die Gestaltung von Kunstpfählen geplant, die an mehreren Standorten in den Stadtteilen aufgestellt und das Stadtbild kreativ aufwerten werden. Die Stadtteile sollen durch Neubepflanzung vorhandener Grünflächen und Umgestaltung versiegelter Verkehrsflächen nicht nur optisch verschönert werden.
Ziel ist auch eine deutliche Verbesserung der Aufenthaltsqualität. Dazu sollen auch Bänke beitragen, die an verschiedenen Standorten aufgestellt werden. Diese sollen nicht nur zum Verweilen einladen, sondern auch als sogenannte „Mitfahrerbänke“ zu Treffpunkten für Fahrgemeinschaften werden. Die vorgeschlagenen Projekte stießen nicht nur auf Zuspruch - es folgten weitere Projektideen von Bürgerinnen und Bürgern.
Zudem wurden aus der Bürgerschaft erste Zusagen gemacht, Patenschaften für Projekte zu übernehmen. „Wir freuen uns sehr über die große Resonanz“, so stv. IHK-Geschäftsführer Guido Zakrzewski. „Nun gilt es, Ideen in Taten umzusetzen. In Frintrop und Bedingrade haben wir sehr engagierte Akteure - eine optimale Ausgangslage für eine nachhaltige und gemeinsame Stadtteilentwicklung.“

Zu Gast an dem Abend waren auch Vertreter der StadtAgentur der Stadt Essen und der Ehrenamt Agentur Essen, die in die Projektplanung ebenfalls eng eingebunden sind. „Die Unterstützung der Stadt Essen im Prozess einer nachhaltigen Stadtteilentwicklung in Frintrop und Bedingrade ist ein wichtiger Meilenstein. Nun sitzen alle Akteure gemeinsam in einem Boot und arbeiten Hand in Hand“, zeigte sich Zakrzewski zufrieden. Der Bürger- und Verkehrsverein Frintrop e.V. und „Wir für Frintrop“ haben sich bereiterklärt, im weiteren Verlauf die zentralen Ansprechpartner für alle Akteure sowie Bürgerinnen und Bürger zu sein.

Moderiert wurde der Abend von Prof. Klaus Wermker, ausgewiesener Experte für Stadtentwicklung und Stadtteilprojekte. Bis zu seiner Pensionierung vor acht Jahren war er bei der Stadt Essen Leiter des Büros Stadtentwicklung und moderierte weichenstellend die Stadtteilprojekte in Altendorf und Katernberg.
Essen, 05.04.2017