04.07.2017

IHK informiert über verschärfte Anforderungen im Geldwäschegesetz

Am 26. Juni 2017 sind weitreichende Änderungen im Geldwäschegesetz (GwG) in Kraft getreten, die für die betroffenen Unternehmen zu Verschärfungen führen. Darauf weist die Industrie- und Handelskammer zu Essen (IHK) hin.  

Ziel des Gesetzes ist es, Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung zu erschweren. Dazu wird betroffenen Unternehmen u. a. die Verpflichtung auferlegt, über ein wirksames sog. Risikomanagement zu verfügen; sie müssen für ihr Geschäft die Risiken von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung bewerten und interne Sicherungsmaßnahmen durchführen.

Wie bisher gibt es sog. allgemeine Sorgfaltspflichten, wie z. B. die Identifizierung des Vertragspartners. Allerdings müssen die Dokumente zur Identifizierung (z. B. Personalausweis, Auszug aus dem Handelsregister) kopiert oder gescannt werden, bisher reichten Aufzeichnungen darüber aus. Güterhändler – also die, die gewerbliche Güter veräußern – dürfen Barzahlungen von mindestens 10.000 Euro (bisher 15.000 Euro) nicht mehr annehmen oder tätigen, ohne ihren Vertragspartner zu identifizieren. Im Gegenzug gelten für Güterhändler, die auf Bargeschäfte von mindestens 10.000 Euro verzichten, Erleichterungen in Bezug auf das Risikomanagement und die allgemeinen Sorgfaltspflichten.

Bei Verstößen gegen die Vorgaben des GwG drohen nicht nur empfindliche Geldbußen (bis zu 5 Millionen Euro oder bis zu 10 Prozent des Vorjahresumsatzes), unanfechtbare Bußgeldentscheidungen werden nun auch im Internet veröffentlicht.

Weitere Informationen zu Änderungen im Geldwäschegesetz
www.essen.ihk.de unter der Dok.-Nr. 87560

Ansprechpartnerin in der IHK zu Essen
Heidrun Raven, Fon 0201 1892-146, E-Mail heidrun.raven@essen.ihk.de