11.10.2017

IHK: Diskussion um Gewerbesteuer in Mülheim an der Ruhr

Die Industrie- und Handelskammer zu Essen (IHK) bezieht in der aktuellen Diskussion über eine Erhöhung der Gewerbesteuer für Mülheim an der Ruhr klare Position: Solche Steuererhöhungen sind in jeder Hinsicht kontraproduktiv, denn damit gefährde die Stadt ernsthaft ihre zukünftigen Quellen an Einnahmen.
Der richtige Weg wäre nach Auffassung der IHK daher, diese Gewerbesteuer-Erhöhung aufzuhalten, um auf diese Weise ein Zeichen für die Unternehmerfreundlichkeit der Stadt zu setzen. „Eine offensive Aufstellung durch wirtschaftsfreundliche Rahmenbedingungen wie einen maßvollen Gewerbesteuerhebesatz sowie attraktive Gewerbeflächen sind unabdingbar, um die Stadt Mülheim an der Ruhr als anziehenden Wirtschaftsstandort wettbewerbsfähig zu machen“, so IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Gerald Püchel.
Als IHK unterstütze man dabei nachdrücklich, dass alle realistischen Einsparpotentiale auf der Ausgabenseite ausgeschöpft werden, bevor Steuererhöhungen auf der Einnahmenseite in Betracht gezogen würden. Die kolportierte Äußerung von Stadtkämmerer Frank Mendack, „Wir müssen ja irgendwann einmal anfangen zu sparen“, vom vergangenen Montag im Finanzausschuss, unterstützt der IHK-Chef ausdrücklich als positives Zeichen, dass die angedachte Steuererhöhung bei Anstrengungen aller Handelnden noch abgewendet werden kann.