21.11.2017

IHK: Gewerbesteuererhöhung in Oberhausen

Die Industrie- und Handelskammer zu Essen (IHK) kritisiert, dass der Gewerbesteuerhebesatz der Stadt Oberhausen im nächsten Jahr voraussichtlich nun endgültig von derzeit 550 auf 580 Prozent steigen wird. So sieht es der Beschlussvorschlag für die Ratssitzung am kommenden Montag vor.
„Er wäre ein positives Zeichen an die Unternehmer und auch an den Standort Oberhausen, die im November 2013 festgelegte Gewerbesteuerhebesatzerhöhung nicht zu realisieren und auf diese Weise ein Zeichen für die Unternehmerfreundlichkeit der Stadt zu setzen“,
so IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Gerald Püchel.
Solche „Anpassungen“ des Hebesatzes setzten sowohl die Standortattraktivität als auch die zukünftigen Einnahmequellen aufs Spiel, so dass die Gefahr bestehe, dass Oberhausen langfristig seine Wirtschaftskraft schwäche.
Dr. Püchel macht deutlich, dass „eine offensive Aufstellung durch wirtschaftsfreundliche Rahmenbedingungen wie einen maßvollen Gewerbesteuerhebesatz sowie attraktive Gewerbeflächen unabdingbar sind, um die Stadt Oberhausen als anziehenden Wirtschaftsstandort wettbewerbsfähig zu machen“. Begrüßenswert seien daher die Neuansiedelungen von Gewerbe- und Industriebetrieben und die Schaffung neuer Arbeitsplätze im Gebiet Weierstraße / Waldteichstraße.