13.03.2017

4. Gründungsforum der STARTERCENTER NRW in der MEO-Region

Unter dem Titel „Stand up and fight“ fand am 6. März 2017 das 4. Gründungsforum der drei STARTERCENTER NRW in der MEO-Region im Plenarsaal der Industrie- und Handelskammer zu Essen (IHK) statt. Die Veranstaltung, zu der IHK-Präsidentin Jutta Kruft-Lohrengel rund 90 Gäste begrüßen konnte, wurde in Kooperation mit Mülheim & Business GmbH Wirtschaftsförderung, der OWT Oberhausener Wirtschafts- und Tourismusförderung GmbH, der EWG – Essener Wirtschaftsförderungsgesellschaft, der Handwerkskammer Düsseldorf sowie den Kreishandwerkerschaften Mülheim-Oberhausen und Essen durchgeführt.

„Das Leben hält Höhen und Tiefen bereit – auch für Unternehmer. Unvorhersehbare Herausforderungen, Rückschläge oder Misserfolge kann es immer geben. Wichtig ist, sich davon nicht entmutigen zu lassen und diese Erfahrung als Teil seines persönlichen Weges zu sehen“, betonte IHK-Präsidentin Kruft-Lohrengel mit Blick auf die Unternehmenskultur in den USA, wo es eine positive „Fehlerkultur“ gebe.

Unter der Moderation von Anja Balzer, Mitgründerin von improzess – Unternehmenstheater und Theaterpädagogin, berichteten drei (Jung)Unternehmer, wie sie schwierige Situationen bewältigt haben und daraus gestärkt und mit neuen Geschäftsideen hervorgegangen sind: Ulrike Koberg von Nuts’n Spicy© Pikante Bio-Nusspasten in Oberhausen, Julia Schiminski, Sales-Specialist aus Mülheim an der Ruhr, und René Sellmer von Emma’s Hair Revolution in Krefeld.

So machte sich Ulrike Koberg nach jahrelanger Tätigkeit im sozialen Bereich 2015 in der Bio-Lebensmittelbranche selbstständig und stellt vegane süß-pikante Nusspasten als Brotaufstrich her. „Auch wenn ich derzeit noch vergleichsweise weniger Geld zur Verfügung habe als früher, würde ich mich immer wieder für diesen Weg entscheiden. Weil ich positiv produktiv bin und an innerer Größe gewonnen habe“, erklärt Ulrike Koberg, die 2015 mit dem Unternehmerinnenbrief NRW ausgezeichnet wurde.

Wirtschaftswissenschaftlerin Julia Schiminski kam schon während ihres Studiums mit dem Thema Existenzgründung in Berührung. Inzwischen berät sie als freiberufliche Sales-Specialist kleine und mittelständische Unternehmen, wie sie Prozesse und Strukturen im Vertrieb optimieren können. „Analytisches Denken liegt mir und ich arbeite gerne nah am Kunden. Mein Ziel ist es, Kunden zufriedenzustellen und langfristig zu binden“, so die Jungunternehmerin. „Letztlich haben mich meine Eltern darin bestärkt und ich bin sehr froh darüber. Ich empfinde meine Arbeit und meinen Erfolg als Bestätigung meines Könnens und als eine Art Selbstverwirklichung.“  

Der dritte Gründer war René Sellmer, der bereits als Art Director bei Udo Waltz in Berlin gearbeitet hat und später als Meisterfriseur mit 70 Angestellten selbstständig war. Nach einer beruflichen Auszeit, hat er 2003 seinen Salon „Emma’s Hair Revolution“ in Krefeld eröffnet. Das Konzept: Sellmer und sein 6-köpfiges Team suchen sich ihre Kunden selbst aus und die bestimmen, was ihnen die Leistung wert war - feste Preise gibt es nicht. „Das Gute am Scheitern ist, ich mache nicht mehr dieselben Fehler. Ich hatte einfach keine Lust mehr, der emotionale Mülleimer zu sein – daher die Exklusivität meiner Kunden, die sich bei mir nicht über den Preis definiert“ beschreibt René Sellmer sein Konzept.

Die vorgestellten Geschäftsideen und weitere Fragen rund um das Thema Gründung standen auch im anschließenden Get-together unter den Teilnehmern und Kooperationspartnern im Mittelpunkt.

BU 1: IHK-Präsidentin Jutta Kruft-Lohrengel (vorne Mitte) mit den Kooperationspartnern des 4. Gründungsforums.

BU 2: Moderatorin Anja Balzer (2. von rechts) zusammen mit den Gründern (v. l.) Ulrike Koberg, Julia Schiminski und René Sellmer.

Bildquelle: Ulla Emig