IHKs stellen erstmals Tourismusbarometer Rheinland vor:

Geschäftsreisetourismus von großer Bedeutung für die MEO-Region

Die IHK-Initiative Rheinland hat mit Unterstützung der Industrie- und Handelskammer für Essen, Mülheim an der Ruhr, Oberhausen zu Essen (IHK) ein Tourismusbarometer Rheinland entwickelt und veröffentlicht.
Die MEO-Region hat sich im Tourismus insbesondere seit dem Kulturhauptstadtjahr 2010 dynamisch entwickelt. „Im insgesamt wachsenden Städtetourismus konnte sich die MEO-Region sehr erfolgreich im touristischen Wettbewerb behaupten und hat sich einen guten Namen als Destination gemacht“,
fasst IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Püchel die positive Entwicklung zusammen. Neben Unternehmensgründungen und Neubauten im Bereich Hotellerie haben sich in den letzten Jahren auch die touristischen Infrastrukturen und die Freizeit- und Entertainmentangebote in der Region verbessert und diversifiziert.
Die drei Städte Essen, Oberhausen und Mülheim an der Ruhr - als Teile des offiziellen Reisegebietes Ruhrgebiet - vollzogen zwischen 2011 und 2016 in Summe eine steigende, aber leicht unterdurchschnittliche Übernachtungsentwicklung (plus 7,4 Prozent auf rund 2 Millionen Übernachtungen).
Unter den drei MEO-Städten vereinte Essen 2016 rund zwei Drittel der Übernachtungsnachfrage auf sich. „Insbesondere im Bereich der Tagungen, Kongresse und Events ist die MEO-Region zu einem Top-Standort geworden. Vor allem Essen hat einen hohen Geschäftsreiseanteil und schärfte in den vergangenen Jahren das Profil als attraktiver Messe- und Kongressstandort“, so Püchel. Spezialisierte Dienstleister der MICE-Branche verschiedenster Kategorien und ideale Voraussetzungen für Rahmenprogramme zeichnen die MEO-Region aus. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer von 2,0 Tagen in der MEO-Region spiegelt die Bedeutung des Geschäftsreisetourismus wider.
Die MEO-Region wies im Fünfjahresvergleich eine hohe Angebotsdynamik bei den Beherbergungskapazitäten auf. Bei den Schlafgelegenheiten erhöhte sich die Anzahl von 2011 bis 2016 um 5,1 Prozent, vor allem der Hotelmarkt entwickelte sich aufwärts. Im Gegensatz zu vielen anderen touristischen Regionen, in denen die Zahl der Betriebe abnimmt, hat sich die MEO-Region stabil entwickelt. Im Jahr 2016 verfügte die MEO-Region über 141 Betriebe (plus 0,3 Prozent gegenüber 2015) und über 12.750 Schlafgelegenheiten.
Im Jahr 2016 wurden in den touristischen Betrieben Auslastungsquoten zwischen 32,4 Prozent in Mülheim an der Ruhr und 55,6 Prozent in Oberhausen erreicht. Damit liegt Oberhausen deutlich über, Essen leicht über und Mülheim an der Ruhr unter dem Durchschnitt von NRW (43,3 Prozent). Die recht große Bandbreite des Auslastungsniveaus ist auf die Angebotsstruktur innerhalb der Städte zurückzuführen.
Die durchschnittliche Betriebsgröße in der Region (Betten pro Betrieb) liegt mit 90 sowohl über dem bundesdeutschen Vergleichswert (70) als auch dem Rheinland-Durchschnitt (81).
Das Gastgewerbe ist weiterhin ein Jobmotor für die gesamtwirtschaftlich immer relevantere Branche. In der MEO-Region stieg die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten von 2013 bis 2016 mit 8,3 Prozent etwas weniger stark als im NRW-Vergleich (NRW plus 12,4 Prozent) bzw. im Rheinland (plus 13,7 Prozent).
Der komplette Bericht kann auf der Homepage der IHK zu Essen (www.essen.ihk24.de) heruntergeladen werden.
Ansprechpartner für weitere Informationen:
IHK zu Essen, Guido Zakrzewski, stellv. Geschäftsführer Handel - Dienstleistungen - International, Tel. 0201 1892-220, guido.zakrzewski@essen.ihk.de.