Presse/Publikation

Ausbildungstour durch die MEO-Region geht weiter

Ausbildungskonsens zu Gast bei FITSCHERGUSS in Oberhausen 
Der regionale Ausbildungskonsens setzt seine Ausbildungstour durch die MEO-Region fort: In Oberhausen besuchte er die Gießerei Ed. Fitscher GmbH + Co KG. Vertreter des Konsenses sind neben der IHK zu Essen die Arbeitsagenturen, der DGB, das Jobcenter, der Unternehmerverband und die Kreishandwerkerschaften. 
„Mit der Ausbildungstour möchten wir vorbildliche Ausbildungsbetriebe ins Rampenlicht stellen. Denn betriebliche Ausbildung ist die beste Vorsorge vor Fachkräfteengpässen. FITSCHERGUSS ist ein Musterbeispiel guter betrieblicher Ausbildung," erklärt Franz Roggemann, IHK-Geschäftsführer Aus- und Weiterbildung. 
FITSCHERGUSS beschäftigt sich mit der Herstellung, Bearbeitung und dem Vertrieb von Produkten aus Kupfergusslegierungen im Strangguss- und Schleudergussverfahren. Das Familienunternehmen wurde 1900 in Oberhausen gegründet und beschäftigt aktuell 103 Mitarbeiter, davon acht Auszubildende – u. a. als Fachlageristen, Industriemechaniker und Werkstoffprüfer. Für Geschäftsführer Stefan Michel ist die Ausbildung die Bringschuld der Arbeitgeber an den Arbeitsmarkt: „Wir können uns nicht über den Fachkräftemangel beklagen und selbst nichts dagegen tun. Es liegt in unserer Hand, positiv an dem Abbau des Mangels zu arbeiten. Sicherlich kostet Ausbildung viel Geld und bindet Ressourcen des Betriebes. Aber es ist eine lukrative Investition in die Zukunft der jungen Menschen und unseres Unternehmens.“ 
Diesen Aspekt hebt auch Andrea Kreft, Bereichsleiterin im Jobcenter Oberhausen, hervor. „Wir unterstützen ausdrücklich die diesjährige Ausbildungstour, denn Ausbildung bedeutet Zukunft. Zukunft für die Unternehmen und Zukunft für die Jugendlichen.“
Jan Mrosek, Jugendbildungsreferent beim DGB, findet, dass mehr Betriebe wie FITSCHERGUSS handeln und Facharbeiter selbst ausbilden sollten. „Es lohnt sich, sich in der Ausbildung zu engagieren und Jugendlichen eine Perspektive zu geben, denn nur so bekommt man auch hochmotivierte Mitarbeiter.“ 
Auch Nadine Streck, Teamleiterin im gemeinsamen Arbeitgeber-Service von Agentur für Arbeit und Jobcenter Oberhausen, dankt FITSCHERGUSS für das starke Engagement in der Ausbildung: „Durch die Bereitstellung von Praktikumsplätzen beim Ausbildungscamp der Agentur für Arbeit Oberhausen hatten Jugendliche die Möglichkeit, die Gießerei mit ihrem vielfältigen Ausbildungsangebot kennen zu lernen.“ Zwar konnten in diesem Ausbildungsjahr für Oberhausen deutlich mehr betriebliche Ausbildungsstellen als in den beiden Vorjahren eingeworben werden. „Dennoch suchen aktuell noch fast 700 der von uns betreuten Bewerberinnen und Bewerber einen Ausbildungsplatz. Gut 380 gemeldete Ausbildungsstellen sind dabei noch unbesetzt“, ergänzt Streck. 
Aus Sicht des Unternehmerverbandes ist die Tour auch eine gute Gelegenheit, weniger bekannte, aber sehr aussichtsreiche Berufe z. B. in der Metall- und Elektroindustrie vorzustellen. „Zerspanungs-, Anlagen- oder Gießereimechaniker – diese Berufe stehen nicht so sehr im Fokus der Jugendlichen. Dabei bieten sie in hiesigen Betrieben tolle Perspektiven“, erläutert Heike Zeitel vom Unternehmerverband. Nicht nur das Gehalt sei überdurchschnittlich hoch, sondern auch Aufstiegschancen vorhanden und spannende Auslandseinsätze möglich. Und es zeigt, dass ein gutes Berufsleben nicht unbedingt ein Studium voraussetzt. 
Jörg Bischoff, Kreishandwerksmeister Mülheim an der Ruhr/Oberhausen, lobt die duale Ausbildung und das Konzept der Ausbildungstour. „Hier werden positive Beispiele der dualen Ausbildung vorgeführt, die zeigen, wie die Ausbildung in der Regel abläuft. Theorie und Praxis ergänzen sich auf ideale Weise. Das theoretisch erworbene Wissen kann sofort im Betrieb angewandt werden.“