Presse/Publikation

Speed-Dating für geflüchtete Menschen

Rund 100 Jugendliche nutzten Erstkontakt zu Unternehmen
Zum ersten Mal führte die Industrie- und Handelskammer für Essen, Mülheim an der Ruhr, Oberhausen zu Essen (IHK) gemeinsam mit dem JobCenter Essen und weiteren Partnern, Unternehmen mit jungen Bewerberinnen und Bewerbern aus Krisengebieten auf einem Speed-Dating zusammen. Rund 100 Jugendliche und junge Erwachsene kamen in die IHK, um sich zu bewerben und Firmen kennenzulernen. 15 Unternehmen boten offene Arbeits-, Ausbildungs- oder Praktikumsplätze an.
„Die Speed-Datings stehen für den schnellen und unkomplizierten Erstkontakt zwischen Unternehmen und potenziellen Mitarbeitern“, so Franz Roggemann, IHK-Geschäftsführer Aus- und Weiterbildung. „In vielen Bereichen wird auch in der MEO-Region die Suche nach geeigneten Mitarbeitern – sei es als Fachkraft, sei es als Azubi oder auch als Praktikant – immer schwieriger. Da bieten neu zugewanderte Menschen ungeahnte Chancen. Diese beiden Gruppen wollen wir in unserem bewährten Speed-Dating-Format zusammenbringen.“
Bodo Kalveram vom JobCenter Essen bedankt sich für die gute Zusammenarbeit bei der IHK und den Betrieben. Als Leiter des JobService Essen freut er sich besonders, dass über die IHK auch Unternehmen aus Mülheim und Oberhausen zum Speed-Dating eingeladen wurden. „Ich bin mir sicher, dass die Arbeitgeber in den jungen Geflüchteten interessante und hoch motivierte Arbeitskräfte kennen lernen.“
Die Teilnehmer wurden vom JobCenter Essen gezielt auf den Termin vorbereitet: Sie verfügen über gute deutsche Sprachkenntnisse, einen gesicherten Aufenthaltsstatus und klare Berufswünsche. Die Bewerberinnen und Bewerber hatten 10 Minuten Zeit, sich im Gespräch mit Unternehmern, Personalleitern oder Ausbildern interessant zu machen – und umgekehrt. Nach Ablauf der Zeit wurde zum nächsten Gesprächspartner gewechselt.