Presse/Publikation

IHK begrüßt NRW-Masterplan Verkehr

Die Industrie- und Handelskammer für Essen, Mülheim an der Ruhr, Oberhausen zu Essen (IHK) begrüßt den Masterplan des Landes Nordrhein-Westfalen zur Umsetzung des Fernstraßenbedarfsplans.
Gerade das zentrale Ruhrgebiet wird von dem koordinierten und priorisierten Umsetzen der Maßnahmen profitieren. „Die Straßen sind an ihrer Belastungsgrenze längst angekommen, sie können im heutigen Zustand nicht noch mehr Verkehr aufnehmen. Die große Investitionssumme zeigt, dass Erhalt und Ausbau der Bundesfernstraßen politisch künftig Priorität haben. Aus Sicht der Wirtschaft ist das ein überfälliger Schritt. Denn der Handlungsdruck ist enorm“,
so IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Gerald Püchel.

Die Notwendigkeit wurde bereits in dem von den Ruhr-IHKs 2016 vorgelegte Gutachten „Stresstest Straße“ deutlich. Hier wurden die Auswirkungen der verkehrlichen Entwicklungen auf die Straßen- und Stausituation untersucht. Ergebnis: Selbst bei dem geringen prognostizierten Wachstum des Verkehrs droht eine spürbare Zunahme der Staustunden. „Daher stimmt das Signal, dass die MEO-Region und das Ruhrgebiet insgesamt als Logistik- und Wirtschaftszentrum NRWs im Fokus stehen. Denn sowohl die Ost-West-Achse mit dem Ausbau der A 42 und der A 40 als auch die Nord-Süd-Achse mit der A 52 müssen schnell in ihrer Leistungsfähigkeit ausgebaut werden“, erklärt Dr. Püchel.

Für die Unternehmen ist eine gut ausgebaute und funktionierende Infrastruktur ein zentraler Standortfaktor. Die Vernetzung und die Kapazität der Straßen in der MEO-Region stehen in direktem Zusammenhang mit den Entwicklungsmöglichkeiten der Wirtschaft im gesamten Ruhrgebiet. „Die Beseitigung der noch bestehenden Engpässe muss vorrangig sein. Darüber hinaus müssen wir selbstverständlich auch auf die innovativen Themen wie autonomes Fahren und Elektromobilität setzen. Doch diese Fahrzeuge brauchen ebenfalls Straßen, auf denen sie fahren können. Jedenfalls schaffen Verkehrsinfrastrukturprojekte nicht nur irgendwelche Möglichkeiten, sondern konkrete Verbesserungen“, stellt Dr. Püchel heraus.