Erfolgreicher Auftakt

Erfolgreicher Auftakt der Mobilitätspartnerschaft Essen

Die Auftaktveranstaltung der Mobilitätspartnerschaft der Stadt Essen und der Essener Wirtschaft hat sehr erfolgreich stattgefunden. Die Industrie- und Handelskammer zu Essen (IHK) lud im Namen der Mobilitätspartnerschaft interessierte Akteure der Essener Wirtschaft zu Fachvorträgen und Diskussionen mit Mobilitätsexperten ein. Informiert wurde unter anderem über Schadstoff-, Lärm- und Klimagas vermeidende Verkehrsmittel sowie die aktuellen Fördermöglichkeiten für Essener Wirtschaftsunternehmen.
Die Veranstaltung war der Auftakt der Mobilitätspartnerschaft Essen, die im November 2018 von der Handwerkskammer Düsseldorf, der Industrie- und Handelskammer, der Kreishandwerkerschaft Essen, der Essener Wirtschaftsförderungsgesellschaft mbH und der Stadt Essen unterzeichnet wurde. Die Partnerschaft engagiert sich für nachhaltige Mobilität und die Verbesserung der Luftqualität.
Die innerstädtische Belastung durch Stickstoffdioxid (NO²) wird in Essen maßgeblich durch Verkehre verursacht. Daher müssen schnellstmöglich Maßnahmen umgesetzt werden, die für einen emissionsärmeren Verkehr sorgen. Die Mobilitätspartnerschaft ist neben dem Masterplan Verkehr der Stadt Essen und den Luftreinhalteplanungen ein weiterer Schritt hin zu einer umweltfreundlichen Mobilität für die Essener Bürgerinnen und Bürger sowie für die Unternehmen. "Die Stadt Essen kann die kommunalen Klimaschutzziele nicht im Alleingang erreichen. Das aktuelle Ringen um Dieselfahrverbote zeigt das ganz eindrücklich. Deshalb freue ich mich, dass wir mit der Mobilitätspartnerschaft gemeinsam aktiv werden für den Klimaschutz in unserer Stadt", so Oberbürgermeister Thomas Kufen.

Best-Practice-Beispiele zeigen Möglichkeiten für Unternehmen auf

"Als Wirtschaft wollen wir einen starken Beitrag leisten, um die Luft- und damit auch die Lebensqualität zu verbessern“, erläutert Dr. Gerald Püchel, Hauptgeschäftsführer der IHK zu Essen. „Das kann beispielsweise durch die Umrüstung von Fahrzeugflotten mit emissionsarmen Antrieben erfolgen. Hier haben bereits heute einige Betriebe gute Erfahrungen vorzuweisen.“ In themenbezogenen Workshops und Konferenzen, die in 2019 stattfinden werden, wird es eine Vielzahl an Vorschlägen für Handlungsmöglichkeiten zusammen mit Best-Practice-Beispielen geben. "Die Handwerkskammer wird die Unternehmen durch ein Beratungsangebot bei der Auswahl und auch der Umsetzung der Maßnahmen im Rahmen der Partnerschaft unterstützen", erläutert der Vizepräsident der Handwerkskammer Düsseldorf, Gerd Peters. "Wir bieten eine orientierende Erstberatung und die Vermittlung einer Intensivberatung an.”

Mobilitätspartnerschaft setzt auf freiwillige Maßnahmen

Sowohl die Handwerkskammer als auch die Industrie- und Handelskammer wollen im Rahmen der Mobilitätspartnerschaft zudem ihre Fortbildungsaktivitäten verstärken. Durch den Aufbau eines gemeinsamen Netzwerkes können die teilnehmenden Unternehmen sich miteinander austauschen, um dann eigene erreichbare Ziele für das jeweils kommende Jahr zu formulieren. Andre Boschem, Geschäftsführer der EWG – Essener Wirtschaftsförderungsgesellschaft mbH betont: "Die Mobilitätspartnerschaft Essen liefert einen wichtigen Beitrag zur umweltgerechten und nachhaltigen Stärkung des Wirtschaftsstandortes. Durch die Kooperation von Wirtschaft und Stadt arbeiten maßgebliche Akteure zusammen, um zukunftsorientierte Mobilitäts-Lösungen anzubieten."
Die koordinierende Geschäftsstelle der Mobilitätspartnerschaft wurde beim Umweltamt der Stadt Essen angesiedelt, um die Unterstützungsmaßnahmen der Essener Wirtschaft zu bündeln. "Die Stadt Essen hat als Grüne Hauptstadt Europas im Jahr 2017 zahlreiche Projekte im Themenfeld nachhaltige Mobilität umgesetzt und angestoßen, die wir jetzt weiter verfolgen müssen. Wir brauchen in Essen die Verkehrswende, die wir aber nur mit starken Partnern erreichen können. Deshalb bildet die Mobilitätspartnerschaft, einen wichtigen Meilenstein hin zu einer nachhaltigen Mobilität in unserer Stadt", betont Simone Raskob, Umwelt-, Bau- und Sportdezernentin der Stadt Essen. Die Kammern und die Kreishandwerkerschaft übernehmen vorrangig die Bekanntmachung der Partnerschaft sowie den Aufbau des Netzwerks. Sie sind erste Ansprechpartner für die Unternehmen und erfassen deren angestrebte Maßnahmen und Ziele.
Essener Unternehmen, die sich zur effizienten und umweltgerechten Mobilität bekennen und aktiv an deren Umsetzung mitwirken wollen, sind eingeladen, ebenfalls Teil des Netzwerkes zu werden. Die Partnerschaft verzichtet dabei auf Vorschriften und Verbote und setzt vielmehr konsequent auf Freiwilligkeit und Selbstbindung. „Wir wollen Unternehmen motivieren, sich mit ihrer betrieblichen Mobilität stärker auseinanderzusetzen. Dazu gehört, sich systematisch mit der Frage zu beschäftigen, wie Fahrten effizienter gestaltet oder sogar vermieden werden können. Ein Beispiel hierfür ist, gemeinsam statt jeder für sich zur Arbeit zu fahren“, erklärt Jutta Kruft-Lohrengel, Präsidentin der IHK zu Essen. Im Rahmen der Partnerschaft gehen die Unternehmen die Selbstverpflichtung ein, die Mobilität ihres Betriebes umweltfreundlicher zu gestalten und über die durchgeführten Maßnahmen jährlich zu berichten. Dies sollte jedoch für viele Essener Unternehmen keine große Hürde darstellen, da sich "schon einige Handwerksunternehmen auf den Weg gemacht haben und bereits gute Beispiele für eine effiziente und umweltgerechte Mobilität liefern. Das ist eine wichtige Basis, auf der die Mobilitätspartnerschaft aufbauen kann, denn die vielen Erfolgsgeschichten sollen anderen Unternehmen Mut machen, eigene Lösungen mit ihren Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen zu entwickeln", so der Kreishandwerksmeister Martin van Beek.
BU: Sie gaben den Startschuss für die Mobilitätspartnerschaft Essen. Von links: Wolfgang Dapprich (Kreishandwerkerschaft Essen), Daniel Kleineicken und Heinz-Jürgen Hacks (beide IHK), Matthias Sinn (Umweltamt der Stadt Essen), Dr. Erich Bauch (EWG) und Gabriele Poth (Handwerkskammer Düsseldorf).
Foto: IHK zu Essen/Download rechts möglich