09.05.2019

IHK zur geplanten Umweltspur in Essen

Die Industrie- und Handelskammer zu Essen (IHK) begrüßt Maßnahmen der Stadt Essen zur Verbesserung der Luftqualität. Diese werden sich positiv auf den Wirtschaftsstandort auswirken. Es sei jedoch zielführend, dass von dem zunächst angedachten Vorhaben, eine Umweltspur um die Innenstadt zu legen, abgerückt wird.
„Wenn durch eine Maßnahme mehr Stau und dadurch ein höherer Schadstoffausstoß zu erwarten ist, sollte sie nicht umgesetzt werden. Insofern ist die Abkehr von der Umweltspur als Cityring eine gute Nachricht“, stellt IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Gerald Püchel fest. Es müsse ebenfalls sichergestellt sein, dass die vorgeschlagene Umweltspur auf der Schützenbahn nicht zum Dauerstau in der Innenstadt führt.
Bei der Diskussion über die Nutzung der Umweltspur vertritt die IHK die Ansicht, dass vor allem die Beschleunigung des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) forciert werden solle.
„Die größten Effekte erwarten wir, wenn die Berufspendler vom Auto auf Bus und Bahn umsteigen. Daher muss es gelingen, den ÖPNV schneller, attraktiver und zuverlässiger zu gestalten. Dieses Ziel sollte bei der Diskussion im Fokus bleiben“, so Dr. Püchel. Eine Verlagerung des Individualverkehrs helfe auch den Unternehmen, ihre Verkehre effizienter und planungssicher durchführen zu können.